Über dieses Blog

Unsere Welt fußt auf Kommunikation und Medien — nichts ist ohne sie möglich! Und doch haben beide den Status des „Atmens“ — „Wichtig? Klar, aber im Grunde kann es doch jeder/es braucht keiner Schulung dafür!“, so scheint es dem Eindruck des Autors dieses Blogs nach eine verbreitete Vorstellung zu sein. Der zweifelhafte, unhinterfragte, in manchen Gruppen/bei Eltern zu beobachtende Glaube, dass eine Medium schadet (etwa: das Fernsehen), während das andere „gut“ ist (etwa das Buch), statt umfassend Vor- und Nachteile diverser Medienformen zu vermitteln; der ausbleibende Erfolg mancher Werbemaßnahmen, obschon doch der angeblich manipulativen Wirkung der Medien; der (unternehmerisch bisweilen fatale) Verzicht auf Werbung, da ihr Erfolg schwerlich messbar ist; das sich in mancher Aufregung um mediale Aussagen widerspiegelnde Unverständnis um Eigenarten bestimmter Formate (Kolumnen ≈ stark subjektiv im Verhältnis zum Artikel etc.); die ästhetisch und kommunikativ fragwürdige Gestaltung des Alltags (chaotische Formulare, zentrierte gesetzte, weil doch dann harmonisch wirkende Einladungskarten etc.); die mangelnde Verbindung wissenschaftlicher und öffentlicher Debatten (sprachliche Barrieren) bzw. das systemische Gefangensein in der eigenen Gruppen — Juristen und Ärzte, die in ihren Aussagen kein breites Verständnis mehr finden; gemäßigte politische Strömungen, die keine geeignete Rhetorik im Verhältnis zu populistischen Kräften zu wählen vermögen, um ihre Kompromisse der Öffentlichkeit zu präsentieren; die durch Berichterstattung in Lichtgeschwindigkeit nun offenbar werdende Komplexität der Welt/das damit manchmal einhergehenden Bedürfnisse nach einfachen Weltbilder, welche durch radikale Agitatoren und ihre Kommunikation ausgenutzt werden — oft indem verzerrende, hasserfüllte Stereotypen zur Anwendung kommen; das Nicht-Verstehen wie Medien funktionieren, welche Rolle der/die Einzelne über die Position als passiver Kunde hinaus in diesem Zusammenhang einnimmt (Medien ≈ Spiegel und Vorlage); das offenbare Nicht-Verstehen, dass alternative Medien eben auch Medien sind (etwa von bestimmten Autoren beeinflusst werden, welche aber nur wenig Wert auf einen Faktencheck legen); das mit dem Beispiel deutlich werdende Missverständnis, fundierte/professionelle Medien zu „machen“, sei (Dank der hochgerüsteten und weitgehend zugänglichen Technik) einfach und keinerlei Profession, die gezielte Ausbildung und Studium, mindestens Erfahrungswerte erfordert ——— all dies sind Beispiele dafür, dass Kommunikation und Medien zu verstehen, essentiell ist, um souverän in der Welt zurecht zu kommen. Beides sollte gar konzentriert in Form schulischer Bildungsmaßnahmen, einem Transferleistungen begleitenden Fach, dem Fach „Kommunikation“, vermittelt werden. Dieser Blog versteht sich als kleiner Versuch in diese Richtung …

Nettikette und warum es keine Kommentarfunktion in diesem Blog gibt …

„Kommentieren ist doch eine essentielle Eigenart sozialer Medienformen, gar eine demokratische Facette des Internets!“ Dem stimmt der Autor dieses Blogs zwar grundsätzlich zu, er glaubt aber auch, dass diese demokratische Komponente nicht als Freibrief oft anonymisierter Hasstiraden herhalten sollte. Zur Meinungsfreiheit gehört zwar mal zu provozieren oder zu überzeichnen — bisweilen ist dies ja sogar eine künstlerisch-kritische Verfahrensweise. Zu Meinungsfreiheit gehört aber auch — in einer Debatte/einem Konflikt — die Achtung des Gegenübers. Damit geht dann der Verzicht auf Entmenschlichungen einher. Zur Meinungsfreiheit gehört der Ansicht des Autors dieses Blogs daher vor allem auch eine konstruktive Note — sei es, dass komplexe Sachverhalte möglichst umfassend erläutert werden. Manch Betrag innerhalb des vorliegenden Blogs mag daher etwas länger sein, als es die Ökonomie der Knappheit (als Resultat eines großes Angebot div. Quellen und damit schrumpfender Zeit zum Verfolgen aller Angebote) erfordert. Der Autor glaubt, Sachverhalte aufzubreiten und zu vereinfachen, ist wichtig, dies kann aber nicht um jeden Preis erfolgen.

Dieses Blog versucht, einen Einblick in Kommunikation und Medien zu erreichen. Es will sich bemühen, einen Beitrag zu leisten, die angsterfüllte Medien- und Weltsicht zu überwinden, etwas mehr Sachlichkeit walten zu lassen. Es ist und bleibt aber ein Blog und ist damit in weiten Teilen ein Kommentar und Ausdruck der Sichtweise des Autors dieses Blogs auf die Welt — nicht mehr und nicht weniger! Manch also eingebrachte Überzeichnung und Polemik — als illustratives, aufrüttelndes Instrument innerhalb dieses Blogs — wird eingängigen Erläuterungen gegenüber zu stellen versucht.

Anregung und Anmerkungen können Sie gerne via Email (unter Verwendung einer seriösen Email-Adresse und unter Angabe Ihres vollständigen Namens) kommunizieren — vorausgesetzt einer freundlichen Form, des Verzichts auf Beleidigungen oder persönliche Angriffe. Sehen Sie in diesem Zusammenhang auch die Datenschutzbestimmungen!

Der Autor

Sönke Hahn, Doctor of Philosophy (PhD), ist (Medien-)Wissenschaftler, Designer und Filmemacher

ich@soenke-hahn.com

www.soenke-hahn.com | www.soenke-hahn.de | www.sönke-hahn.de